Eend van Vorst

Herman Bertrand aus Vorst, in der Nähe von Brüssel, hatte um 1890 die Idee eine blaue Ente mit guter Fleisch- und guter Legeleistung zu züchten. Herr Bertrand  nannte seine Kreation zuerst nach sich selbst, die Ente von Bertrand.

Später wurde diese Ente umbenannt nach ihrer Heimat Vorst. Im Jahr 1905 wurde die Rasse durch eine ganze Schar von dreizig blauen Enten auf einer internationalen Ausstellung in der Cinquantenaire (Half-Eeuwfeestpaleizen) in Brüssel einem großen Publikum vorgestellt. Es waren dreizig schöne blau  gesäumte Enten.

Die Ente von Vorst ist leicht zu halten. Die Enten legen relativ große Eier, die Küken  wachsen sehr gut und schnell auf.

Die Ente von Vorst ist eine ziemlich große Ente, mit fast 3 kg Lebendgewicht, einer tiefen Brust und einer aufrechten Haltung. Die Enten haben einen gut  entwickelten Legebauch. Sehr typisch ist die blaue Farbe des Schnabels, sowohl  bei dem Erpel als auch bei der Ente und bei allen Farbschlägen! Insbesondere in Kombination mit  weißem Gefieder, ist das ein ziemlich spektakulärer Anblick. Die Beine sollten  möglichst dunkel und vorzugsweise mit dunklen Schwimmhäuten sein. Außer bei den weißen und perlgrauen Tieren sind diese meistens orange.

Der typischste und eindrucksvollste Farbschlag ist zweifellos der blau gesäumte. In Farbe und Zeichnung ähnlich wie beim Andalusier Huhn. Leider ist dieser Farbschlag heutzutage nur noch sehr selten. Andere Farben sind blau, perlgrau, braun, schwarz und weiß.

Die Ente von Vorst ist heute sehr selten und vom Aussterben bedroht. Gezüchtet wird sie nur noch vornehmlich in Flandern und auch in Wallonien.

 Text: ©Bertrand Stengs

[Sohleck] [Impressum] [Partner] [Anfahrt] [Farmer] [Tierpfleger auf Zeit] [Praktikanten] [Exkursionen] [Kindergeburtstage] [Ferien] [Gelände] [Konzeption] [Arche] [Erfolge] [Kaninchen] [Hühner] [Gänse] [Enten] [Deutsche Pekingente] [Eend van Vorst]